FESTIVAL [soundcheck philosophie ] #2 |
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9. - 10. Juni 2012
Vermittlungsformate des Denkens Zum zweiten Mal treffen sich in Halle Philosoph/innen und Performer/innen, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren und zu diskutieren: Wie lassen sich Philosophie und Wissenschaft heute angemessen vermitteln? Braucht es für einen gesellschaftlichen Diskurs komplexer theoretischer Fragen neue Formen kommunikativer Darstellung? Inwiefern kann die Bühne ein »Labor« für das Denken sein? Die experimentelle Symbolverarbeitung um 21.00 Uhr: »Es gibt das erste nur, wenn es das zweite gibt...« (Zitat Wittgenstein) fragt: Was lässt sich sagen? Und was lässt sich (nur) zeigen? und transformiert philosophische Reflexionen in Bild, Stimme, Text und Klang. [ soundcheck philosophie ] ist institutionell an das Seminar für Philosophie der Universität Halle-Wittenberg angebunden. Unter dem Titel »Corpus Delicti - Denken, ein Ort des Verbrechens« zeigen Arno Böhler und Susanne Valerie Grazer (Wiener kulturwerkstätte GRENZ_film), wie Franz O. auf die Postkarte seines Freundes Friedrich Nietzsche reagiert. Nietzsche hatte mitgeteilt, dass er sich in Spinoza wiedererkenne: »In summa: meine Einsamkeit ist wenigstens jetzt eine Zweisamkeit«. In fünf Hauptpunkten seiner Lehre finde er sich wieder. Und Franz O. katapultiert sich in eine Philosophie der Körperlichkeit, in der er das Denken als Modus des Begehrens zu denken lernt - als eine Art Streben der Körper, sich kraft ihres Denkens am Sein zu erhalten. Das stößt beim Chor der Gesetzteshüter auf Widerspruch. Mit einer Matinée und einer Tanzperformance im Thalia Theater endet das von der VolkswagenStiftung geförderte Festival-Projekt, mit dem Möglichkeiten erkundet werden sollten, das Denken auf die Bühne zu holen. Dazu waren in 2011 und 2012 unterschiedliche Philosophie-Performance-Praktiker/innen eingeladen, sich in Halle der Öffent lichkeit vorzustellen. Zum Abschluss gilt es nun, in der Matinée einen Ausblick zu wagen, welchen Formen des theatralen Philosophierens und welchen Formaten des Diskutierens die Zukunft gehört. Die Veranstalter laden ein zu Vortrag, Gespräch und der Work-in-progress-Demonstration »Körper-Denken. Variationen Nr. 1«. Letztere ist nach der Inszenierung »Woher-Wohin« die zweite Zusammenarbeit von Philosophen und Schauspielern des Thalia Theaters.
Termine: 9. Juni | 14.30 - 18.00 Uhr | Schaufenster | Eintritt frei 9. Juni | 19.30 Uhr | Puppentheater Doc 1 | Preis 5,- € 9. Juni | 21.00 Uhr | Schaufenster | Preis 5,- € 10. Juni | 12.00 - 13.30 Uhr | Foyer | Eintritt frei 10. Juni | 13.30 - 14.30 Uhr | Puschkinsaal | Preis 5,- €
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