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von Janne Teller
für Jugendliche ab 12 JahreDie Idee ist so einfach wie bestechend: Ein jeder soll sagen, was ihm wirklich wichtig ist. Gemeint sind allerdings keine Nichtigkeiten, sondern dasjenige, wofür es sich zu leben lohnt. Oder zu sterben. Das wird gesammelt, aufgehäuft auf einen Berg der Bedeutung, und dann liegt dort alles, was das Leben wertvoll und wichtig macht.
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Melodramma in einem Prolog und zwei Akten von Gaetano Donizetti
Libretto von Felice Romani
In italienischer Sprache mit deutschen ÜbertitelnNächste Vorstellungen: am Freitag, 15.06. um 19.30 Uhr
Aus der Reihe der tragischen Opern Donizettis gehört »Lucrezia Borgia« neben »Lucia di Lammermoor« mit Sicherheit zu den größten Triumphen des italienischen Komponisten. Der berühmte Mythos des Borgia-Geschlechts aus dem späten 15. Jahrhundert gab Victor Hugo den Anlass für sein Drama, das wiederum Felice Romani als Vorlage für das Opernlibretto diente. Die Kluft zwischen der Titelheldin im Drama Hugos und Donizettis Lucrezia ist freilich groß und nicht zuletzt der Faszination des Bösen geschuldet. Denn Lucrezia Borgia ist nicht nur die neu vermählte Gattin des Herzogs von Ferrara, sondern auch eine grausame Giftmörderin, die selbst vor ihrem Sohn Gennaro nicht halt macht, der erst im Moment des Todes erfährt, wer seine Mutter wirklich ist ... Neben der schauerlichen Anziehungskraft bietet die Belcanto-Partie aber auch unbegrenzte Möglichkeiten der stimmlichen Entfaltung, die Romelia Lichtenstein bereits als Norma und Lucia unter Beweis gestellt hat.
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von Suzanne van Lohuizen
Für Kinder ab 10 JahreWichard ist zwölf und lebt in einem roten Bus. Das ist die eine Version. Die andere lautet, dass Wichard in Wahrheit Richard heißt, mindestens zweiunddreißig Jahre alt ist und sein Bus zwar rot, aber trotzdem nur eine Illusion ist. Und beides stimmt. Der Junge, der einmal Richard war, ist krank. Eine Krankheit, in der die eigenen Einbildungen so echt und wahr sind wie das, was wir sehen, hören und greifen können. Ja, sogar so stark, dass die Fantasie von Wichard Gegenstände und Personen erschaffen kann, die es eigentlich nicht geben dürfte. Das klingt nach einer Geistergeschichte, in der gute und böse Geister erscheinen und wieder verschwinden. Und so ähnlich ist es auch, in diesem knallroten Bus, den man betreten kann und in den uns Wichard gerne einlädt.
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von Robert Wilson / Tom Waits / Kathleen Brennan nach Georg Büchner Textfassung von Ann-Christin Rommen und Wolfgang Wiens
Die geschundenen und fälschlicherweise Bestraften, die psychisch und physisch am Rande Befindlichen, die Täter und Opfer, die Macher und Gemachten, die Suchenden und Irrenden - alle finden Platz in den Dichtungen, die das Versmaß sprengen. »Was der Mond rot aufgeht« Sagt Marie. »Wie ein blutig Eisen« Sagt Woyzeck. »Bloody Moon« Sang Tom Waits 2000, als er für das Kopenhagener Opernhaus seine Komposition zu Büchners »Woyzeck« vorlegte, und somit »das schnelle Gewitter, das mit der Geschwindigkeit einer anderen Zeit kommt« (Heiner Müller), also Georg Büchners letztes Fragment von 1837, für einen neuen Zuschauerkreis öffnete. Für Matthias Brenner wird es eine Neubegegnung mit dem Stoff, denn als Schauspieler stand er bereits als Hauptmann und Doktor auf der Bühne.
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Ein Spiel von Anthony Burgess
In der Übersetzung von Harald Müller
Für Jugendliche ab 16 JahreWir befinden uns in der Zukunft. Oder besser gesagt in einer Zeit, die all die Scheußlichkeiten der Gegenwart zu voller Blüte gebracht hat - grenzenlose Gewalt und nackter, menschenverachtender Zynismus beherrschen die apokalyptische Szenerie, in der verrohte Menschen aufeinander eindreschen; ohne Sinn, aber mit Musik. Willkommen in »Clockwork Orange«, willkommen in der Welt von morgen, die bevölkert wird von Alex, Georgie, Pete und Dim, die sich in diesem Alptraum eingerichtet haben und bewegen, als gäbe es nur den schnellen Schlag gegen Langeweile und Frust, die brutale Attacke als einziges Gefühl wider die Ohmacht des Lebens.
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von Hans Fallada in einer Spielfassung von Gabriele Hänel
für Kinder ab 6 JahreVorstellungtermine: Mittwoch, 16.05.2012 um 09.00 Uhr und 11.00 Uhr und am Montag, 28.05.2012, 15.00 Uhr
Was bitte ist Murkelei? Und was sind das für Geschichten aus diesem merkwürdigen Etwas? Zuerst einmal ist die Murkelei weder ein Ort noch eine sommerliche Landschaft am See. Man kann sie nicht betreten wie ein Haus oder ein Kinderzimmer und ebenso wenig hat die Murkelei einen festen Platz im Leben. Was nicht bedeutet, dass man an bestimmten Orten nicht besser murkeln kann als an anderen.
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Deutschsprachige Erstaufführung von Virginie Despentes
Wer oder was ist King Kong? Ist das schwarze Riesenbiest nichts als die Angst des weißen Mannes vor dem superpotenten Schwarzen, der ihm die weiße Frau stiehlt? Ein maskierter Kommunist? Oder gar Terrorist? Woher wissen wir, dass King Kong überhaupt ein männliches Wesen ist? Ist King Kong vielleicht eine Frau? Wenn ja, muss da dringend was getan werden. Allein die vielen Haare! Es ist eben nicht einfach, eine Frau zu werden, der Weg kann unter Umständen sehr steinig sein. Gut aussehen und dann auch noch sprechen! Jede Menge haariger Biester, darunter 3 Frauen und viele Puppen erzählen die wahre Geschichte von King Kong und wie er letztendlich doch noch eine »richtige« Frau wurde. Virginie Despentes Trash-Roman »Baise-moi« von 1993 war ein Skandal. In »King Kong Theorie« von 2008 läuft sie wiederum »Sturm gegen die offizielle Doktrin des westlichen Feminismus« (Berlin Verlag). Die Regisseurin Claudia Bauer arbeitet regelmäßig in Halle und unterstrich hier zuletzt mit Sandra Hüller als VIRGIN QUEEN ihr besonderes Talent für Puppen- und Schauspielperformance. Auch diese neue Arbeit kennt keine Grenzen zwischen den »Sparten«!
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